VORGESTELLT – Ein paar Fragen an Marcel Lermmer

LP 1/2025 | VLA

Was macht eigentlich Marcel Lemmer?

Ich bin Politikwissenschaftler und promoviere mit einem Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit an der Goethe-Universität Frankfurt. Meine Forschung dreht sich um Staatstreue und extremistische Bewegungen, besonders im digitalen Raum. Nebenbei engagiere ich mich gegen Antisemitismus und Israelfeindlichkeit, bin bei den Jungen Liberalen aktiv und gründe mit zwei Freunden die Junge Demokratiestiftung.

Ein guter Tag beginnt …?

… entspannt im Bett mit überschaubaren Aufgaben für den Tag.

Als Kind wollten Sie sein wie…

Oliver Kahn. Ich schaue mir immer wieder gerne die Szenen aus Freiburg an, als er mit einem Golfball abgeworfen wurde und einfach blutüberströmt weiterspielte.

Wann kamen Sie das erste Mal mit der Politik in Berührung?

Meine ersten JuLi-Karlsruhe-Mails im Postfach stammen aus dem Jahr 2013 – da war ich 16. Später verlagerte sich mein Engagement in die Hochschulpolitik: Fachschaft, Stupa, schließlich AStA und Senat. Die Arbeit dort begeistert mich bis heute, weil sie noch etwas von „echter“ Politik hat, ganz ohne Karriereziel und Bezahlung.

Liberal bedeutet für Sie…?

… Würde und Anerkennung, denn deren wirkliche Kategorien können nur in Freiheit geäußert und verstanden werden. In diesem Sinne sehe ich alles Liberale als die grundlegende Vorbedingung für unser soziales Zusammenleben.

Wenn Sie eine einzige Sache auf der Welt verändern könnten, was wäre das?

Wahrscheinlich die starren Geschlechtervorstellungen. Der gesellschaftliche Erwartungsdruck rund um Männlichkeit und Weiblichkeit ist längst nicht mehr produktiv, sondern quält und kränkt viele.

Mit welcher Persönlichkeit – lebendig oder tot – würden Sie gern einmal zu Abend essen?

Melania Trump. Sie bekommt alles mit, sagt aber kaum etwas. Wie ist es, dieser Macht so nah zu sein? Was geht in ihr vor?

Schenken Sie uns eine Lebensweisheit?

Öfter dem Unverständlichen und Verrückten nachgehen.

Ein Wort zum VLA:

In einem Wort: stabil. Der VLA denkt und schreibt. Das ist schön zu sehen. Es ist phänomenal, einen so tradierten Verband in der liberalen Familie zu haben. Ich finde, wir Mitglieder sollten