Der ARNO-ESCH-Preis 2020 wird in diesem Jahr an den Hongkonger Studenten Nathan Law und seine Mitstreiter verliehen. Damit ehrt die Jury des ARNO-ESCH-Preises den couragierten Einsatz der Studenten um Nathan Law und seine Mitstreiter für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie im Kampf gegen die Kommunistische Partei Chinas (KPCh).

Die KPCh hat in den letzten Jahren nicht nur den völkerrechtlichen Status Hongkongs verletzt, sie hat parallel dazu die dort bestehenden Freiheits- und Bürgerrechte, einschließlich des demokratischen Rechtssystems, schrittweise reduziert oder außer Kraft gesetzt. Inzwischen befinden sich eine Reihe von Studenten, aber auch viele weitere Bürger, die bisher mutig für die Beibehaltung der Demokratie und des Rechtsstaates in Hongkong eingetreten sind, in Haft. Mit der Auszeichnung leistet die Jury der einstigen Aussage des Namensgebers des Preises und ehemaligen Rostocker Studenten Arno Esch konkrete Folge: „Ein liberaler Chinese steht mir näher als ein deutscher Kommunist.“

Verdiente Anerkennung mit internationaler Bedeutung

Die Entscheidung der Jury, den ARNO-ESCH-Preis an Nathan Lawe und seine Mitstreiter zu verleihen, begründet der Vorsitzende, Prof. Dr. Günther Heydemann, mit zwei Motiven: „Einerseits geht es darum, den Kämpfern für Demokratie, Rechtsstaat, Menschen- und Bürgerrechte in Hongkong zu zeigen, dass sie nicht alleine sind und dass ihr Engagement in jeder Hinsicht Anerkennung verdient; andererseits soll dadurch erneut darauf hingewiesen werden, dass in Hongkong eine geradezu symbolische Auseinandersetzung zwischen den Werten der Demokratie und den Unwerten einer Diktatur, praktiziert von der Kommunistischen Partei Chinas, stattfindet, die international große Bedeutung hat. Die KPCh ist gegenwärtig dabei, ihr diktatorisches Regime Hongkong überzustülpen, um dort Freiheit und Demokratie zu beseitigen.“

Der Präses des Verbands liberaler Akademiker (VLA), Alexander Bagus, ergänzt: „Arno Esch hat sich bis zu seiner Hinrichtung nicht nur für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie eingesetzt, er hat auch versucht, seine Freunde und Mitstreiter zu schützen. Er hat in jungen Jahren Verantwortung übernommen und kein Leid über andere bringen wollen. All dies erkennen wir in Joshua Wong und seinen Mitstreitern wieder. Wong und seine Freunde waren und sind sich bewusst, dass ihr Widerstand schlimme, persönliche Folgen haben kann. Dennoch haben sie sich nicht einschüchtern lassen und sind ihren Weg weitergegangen. Sie sind mehr als würdig, den ARNO-ESCH-Preis zu erhalten.“

Die Preisverleihung findet voraussichtlich am Samstag, den 14. August 2021, um 13.00 Uhr im Hilton Bonn, Berliner Freiheit 2, 53111 Bonn, in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit statt.