Neuigkeiten aus dem Verband unabhängig von der LP

Liebe Mitglieder, liebe Conseniorinnen und Consenioren, liebe Freunde,

ist der Trump‘sche Spuk 2021 tatsächlich vorbei? Werden wir im Frühjahr alle geimpft und können uns dann nach all den sozialen Entbehrungen des Jahres 2020 endlich wiedersehen? Wir hoffen es doch sehr!

So oder so, wir haben versucht, das Beste aus diesem Jahr für den Verband zu machen. Ob uns das gelungen ist, entscheiden Sie. Wir haben die Aktivitäten in einem Rückblick zusammengefasst (Seite 5 des Rundbriefes).

Dass auch der VLA digitaler werden muss, ist dem Präsidium seit langem klar. Wir gehen diesen Weg nun konsequent auch mit unserem Mitgliederverzeichnis. Wie dieses zukünftig erreichbar ist erfahren Sie auf Seite 8 des  Rundbriefes.

Für das kommende Jahr ist das Präsidium auf jeden Fall optimistisch gestimmt. Gemeinsam planen wir mit voller Kraft sowohl digitale Formate als auch Präsenzveranstaltungen. Zu letzterer Sorte gehört – natürlich – unser Pfingstseminar. Wir sind jetzt schon voller Vorfreude. Es steht auch wieder die Verleihung des ARNO-ESCH-Preises an. Lesen Sie in diesem Rundbrief mehr über beide Events (Seite 4 und 5)!

Doch davor diskutieren wir gemeinsam mit dem VSA digital am 5. Februar 2021 (Seite 2), einen Tag vor unserem 66. Geburtstag. Sie wissen ja: Mit 66 Jahren… Und vielleicht haben wir dazu für Sie noch eine kleine Überraschung parat? Wer weiß…

Seien Sie gespannt, was wir uns für Sie haben einfallen lassen.

Im Namen des Präsidiums wünsche ich Ihnen bei der Lektüre dieses Rundbriefs, ein frohes Fest so-wie einen gesunden Start ins Jahr 2021!

Ihr Alexander Bagus

 

Wolfgang Schollwer, der Senior-Senior des VLA und 9. Präses (1967 bis 1969) ist nicht mehr unter uns. Er verstarb im Alter von 98 Jahren in der vergangenen Woche in Bonn.

Der Potsdamer Funktionär der Liberaldemokratischen Partei (LDP) in der DDR, der nicht studieren durfte, wurde wegen seiner aufrechten Haltung verfolgt und musste nach Berlin fliehen. In Bonn wurde er Redakteur des FDP-Pressedienstes, entwickelte in den 60er Jahren die Grundzüge der FDP zur Entspannungs-, Ost- und Deutschlandpolitik, die letztlich 1990 zu der deutschen Einheit geführt haben. Zuletzt war er im Planungsstab des Auswärtigen Amtes tätig.

Als wir vom Präsidium Wolfgang Schollwer im vergangenen Jahr in seiner Senioren-Residenz aufsuchten, war er zu diesem Zeitpunkt unvorhergesehener Weise ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dieses Ereignis steht jedoch in keinem Zusammenhang mit seinem plötzlichen Tod, an dem eine COVID-19-Infektion ursächlich war. Er wird uns sehr fehlen.

 

Das Pfingstseminar in Güstrow 2020 haben wir vom VLA aufgrund der Pandemie und der nicht absehbaren Entwicklung des öffentlichen Lebens abgesagt. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass uns die Gesundheit unserer Konseniorinnen und Konsenioren sosehr am Herzen liegt, dass wir eine Präsenzveranstaltung nicht verantworten möchten.

Stattdessen plant das Präsidium, die Themen in einer Art Webtalk zu diskutieren. Genaueres erfahren Sie demnächst hier.

Spannende Diskussion über Großbritannien, die Strategie der britischen Regierung und die Einigkeit der übrigen EU-Mitgliedsstaaten

„Drei Wetten im Zusammenhang mit dem Brexit habe ich bereits verloren“, erklärte Dr. Sven Mossler, Leiter der Arbeitseinheit Brexit in der Europaabteilung des Auswärtigen Amtes, den Anwesenden liberalen Akademikern und Freunden des Verbandes. Weitere Einschätzungen zum Fortgang des Brexits will er daher lieber nicht mehr abgeben. Aus seiner Sicht ist grundsätzlich alles denkbar: harter Brexit nach dem 31. Oktober, geregelter Austritt nach Ratifizierung des ausgearbeiteten Abkommens bis dahin oder auch Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union.

Anlass seiner Ausführungen war das Regionaltreffen des Verbands liberaler Akademiker in Berlin am Vorabend des Bundesparteitages der Freien Demokraten. Ein buntes Publikum in gemütlicher Gesprächsatmosphäre fand sich im Lokal Walhalla, der Stammkneipe der Berliner VLAler, ein.

Ursache, Auswirkungen und Folgen

Zu Beginn schilderte Dr. Mossler in aller Kürze die Entwicklungen der Brexitverhandlungen seit 2016 bis zum aktuellen Tag. Die anschließende Debatte drehte sich insbesondere um die Ursachen der Entscheidungen, die Auswirkungen auf das britische Parteien- und Verfassungssystem sowie die Folgen eines harten Brexits.

Faktenreich legte Dr. Mossler dar, dass die Industrie auch einen harten Brexit oftmals längst eingepreist habe. Frankreich habe zudem Lagerkapazitäten im Raum Calais geschaffen. Für den Fall eines ungeregelten Austritts seien eine Reihe von Maßnahmen getroffen worden, um die schwerwiegendsten Folgen zumindest abzufedern: Britische Touristen sollen sich problemlos drei Monate in den übrigen EU-Mitgliedsstaaten aufhalten dürfen sowie EU-Bürger als Touristen in Großbritannien. Auch die Fortsetzung des Flugverkehrs sei für einen solchen Fall jedenfalls vorübergehend geregelt. Klein- und mittelständische Unternehmen stünden jedoch vor großen Herausforderungen. „‚Wie fülle ich eigentlich eine Zollerklärung aus?‘ werden sich dann viele Unternehmer fragen“, hob Dr. Mossler hervor.

Nordirland: Gefahr eines Wiederaufflammens der blutigen Auseinandersetzungen

Nichtsdestotrotz macht er deutlich, dass ein harter Brexit eine Bedrohung für den Frieden in Nordirland bedeute. Eine offene Grenze wollen sowohl Großbritannien  als auch die Republik Irland erhalten. Ein harter Brexit habe aber zwingend Grenzkontrollen zur Folge. Dann bestünde die Gefahr eines Wiederaufflammens der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland.

Am verhandelten Austrittsabkommen, das alle rechtlichen Punkte des Brexits regelt, werde die EU der 27 nicht mehr rütteln lassen. Das stünde fest. Beim zweiten Teil des verhandelten Pakets, der politischen Erklärung über das künftige Verhältnis zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich, gebe es jedoch Spielraum. Immer wieder hob der Referent auf die nicht unbedingt zu erwartende Einheit zwischen den 27 EU-Staaten gegenüber Großbritannien ab. Versuche der britischen Regierung, diese mit Einzelverhandlungen auseinander zu dividieren, seien nicht gelungen. „Bei allem Drama um den Brexit und möglichen Folgen, ist diese Einigkeit der EU der 27 doch ein gewisser Erfolg.“

Für die Diskutanten ließ dies eine Hoffnung: Diese Einigkeit kann ein Chance sein und zur Stabilisierung der Europäischen Union beitragen. Die Ungewissheit beim Brexit bleibt, weitere Verlängerung über den 31. Oktober 2019 hinaus nicht ausgeschlossen.

Wir wollen das Frühjahr sowie Synergieeffekte nutzen: Am Donnerstagabend, den 25. April 2019, dem Vorabend zum FDP-Bundesparteitag in Berlin, kommen wir zu einem Regionaltreffen in der Bundeshauptstadt zusammen. Um 19.30 Uhr treffen wir uns im Lokal Walhalla (Krefelder Str. 6, 10555 Berlin, Nähe U-Bahn-Haltestelle Turmstraße).

Da wir uns zu Pfingsten mit Europa beschäftigen werden, ist das Thema des Regionaltreffens sicherlich eines, das Diskussionsthema des kommenden Pfingstseminars sein wird: Der Brexit.

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In Zeiten eines aufkommenden Euroskeptizismus, wachsender populistischer Parteien und Verstöße gegen die selbsterlegten Normen und Werte, wird eine grundlegende Betrachtung der Europäischen Union notwendig. Die Ausgangsfrage ist dabei einfach: Mehr Europa oder weniger?

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Neues Veranstaltungsformat aus der Taufe gehoben

Im Sommer 2018 kamen Teile des VLA-Präsidiums mit liberalen Studentinnen und Studenten aus dem gesamten Bundesgebiet im Rahmen eines LHG-Seminars in Würzburg zusammen. Zahlreiche Punkte zur Verbesserung der Zusammenarbeit und des Angebots des VLA wurden besprochen. Ein Ergebnis dessen war die Schaffung eines neuen Veranstaltungsformats, um den Austausch zwischen LHG und VLA auf der lokalen Ebene zu stärken, sich gegenseitig kennenzulernen, zu diskutieren und zu vernetzen. Das soll möglichst im privaten Rahmen geschehen.

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Homöopathie als vermeintlich sanfte Alternative zur Schulmedizin erfreut sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Doch kann sie einem wissenschaftlichen Blick Stand halten? Rund 50 Conseniorinnen, Consenioren und Gäste waren der Einladung zu dem gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit durchgeführten Regionaltreffen in Bonn gefolgt, das erstmals an einem Vormittag im Restaurant Bühne nahe der Bonner Oper stattfand.

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Am 1. November 2018 endete ein großes Kapitel der Geschichte des Verbands liberaler Akademiker (VLA). Das letzte Gründungsmitglied, Dr. Barthold C. Witte, schloß nach langer, schwerer Krankheit das letzte Mal die Augen. Er entschlief friedlich im Alter von stolzen 90 Jahren.

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Diskussionsfreudig – so präsentierten sich die VLA-Mitglieder beim Regionaltreffen in Frankfurt am Main. „Der Wert der Freiheit“ zog rund 15 Conseniorinnen und Consenioren aus der näheren und weiteren Umgebung am 29. September ins Gästehaus der Goethe-Universität. Zudem war eine etwa gleichstarke Anzahl an Personen der Einladung der Karl-Hermann-Flach-Stiftung gefolgt.

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