Für die Liberalen Hochschulgruppen (LHG) war es eine Premiere: Zum ersten Mal fand eine digitale Bundesmitgliederversammlung (BMV) am 5. und 6. Juni 2021 digital statt; es war sozusagen „Neuland“ für alle.

Der erst per Briefwahl Ende Februar 2021 gewählte LHG-Bundesvorstand war dabei sichtlich engagiert, diese Premiere als Erfolg über die Bühne zu bringen. Auch für das dreiköpfige Tagungspräsidium, darunter der langjährige Vorsitzende der LHG NRW und VLA-Mitglied Daniel Steiner, war die Situation ungewohnt. Nichtsdestotrotz meistern alle Beteiligten die neue Situation mit Bravour.

Breites Themenfeld

Unter souveräner Leitung des Tagungspräsidiums wurden an diesem Wochenende insgesamt elf Anträge aus einem breiten Themenfeld behandelt – keiner blieb am Ende undiskutiert, neun wurden angenommen. Im Fokus stand natürlich der Umgang mit der COVID-19-Pandemie, wozu der Bundesvorstand einen umfangreichen Antrag vorlegte. Andere Themen drehten sich u.a. um die immer noch angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt in deutschen Universitätsstädten. Auch über das Gendern, Refugee Law Clinics oder auch die Lehrerausbildung wurde diskutiert. Zudem kamen zahlreiche Grußworte zum Zuge, darunter u.a. der Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Brandenburg, die Junos Studierenden aus Österreich und der VLA.

Nach dem ersten Debattentag, nachdem nur noch ganz wenige Anträge, traf man sich auch abends noch digital über die Plattform „Gather Town“. Dort bildeten sich zahlreiche Gesprächskreise, wie das auch sonst der Fall wäre. Zudem konnte man jederzeit zu einem anderen Gesprächskreis wechseln. So kam hier der soziale Austausch auf keinen Fall zu kurz.

Hohes Diskussionsniveau und respektvoller Umgang

Am Sonntag ging es dann mit den letzten Anträgen weiter – und pünktlich konnte die Bundesvorsitzende Tabea Gandelheidt die erste digitale BMV beenden.

Fazit eines langjährigen Gastes: Das dürfte die konstruktivste und sachlichste BMV seit langer Zeit gewesen sein. Das hohe Diskussionsniveau und der respektvolle Umgang miteinander waren einfach bemerkenswert. So dürften die Liberalen Hochschulgruppen gerne weitermachen!