Das Pfingstseminar 2021 war eine Premiere: Erstmals hat es in rein digitalem Rahmen stattgefunden. Mit Unterstützung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die hatten wir eine Plattform um uns und unseren Verband darstellen zu können.

Die Frage nach der Verantwortung, aber auch der Freiheit der Wissenschaft im Umfeld von Kriegen und Konflikten umtrieb uns dieses Jahr. Dem Bundesverband der Liberalen Hochschulgruppen sei an dieser Stelle für diesen großartigen Themeninput gedankt.

Kritikreicher Einführungsvortrag

Den Auftakt am Freitagabend machte Professor Neitzel, Deutschlands einziger Militärhistoriker. Er stellte zu Beginn zusammenfassend die Rolle von Hochschullehrern während des Ersten und Zweiten Weltkriegs dar. Letztlich bestand diese in beiden Fällen in einer unkritischen Unterstützung der Staatsführung. Die Nachkriegszeit mit dem Aufkommen der Friedensforschung (später abgewandelt zu Friedens- und Konflikt) brachte eine veränderte Haltung in Deutschland zu Tage. Hier sparte Professor Neitzel nicht mit Kritik. U.a. entzündete sich diese an der politischen und journalistischen Darstellung an dieser Forschungsrichtung, an dem Mythos Europas als Friedensprojekt sowie der eigenen deutschen Wahrnehmung.

In der Diskussion hob Professor Neitzel dann auch immer wieder darauf ab, dass sich die Bundesrepulik sowie ihre Bürgerinnen und Bürger einen Diskurs über Sinn und Unsinn von deutschen Streitkräfte benötige – mit offenem Ergebnis. Zudem machte Neitzel an mehreren Stellen klar, dass weder Deutschland noch Europ zu einer (militärischen) Problemlösung, egal wo, in der Lage seien, da man normativ nicht entsprechend dafür aufgestellt sei.

Debattenkultur am frühen Morgen

Am Samstagvormittag folgten zwei Arbeitskreise: Einer zur Friedens- und Konfliktforschung, einer zu nuklearen Strategien. Dr. Burkhard Luber stellte das erstere Thema dar und wurde dabei von Felix Engelhardt durch eine kritische Diskussion geführt. So wurden nicht nur die Prämissen, sondern auch die Ergebnisse und Auswirkungen der Forschungsergebnisse hinterfragt. In der zweiten Arbeitsgruppe stellte Severin Pleyer von der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr die Grundgedanken und den Wandel nuklearer Strategien sowie den aktuellen Sachstand dar. Dabei beleuchtete Pleyer auch aktuelle Konflikte, die in der Debatte kritisch hinterfragt wurden. Auch die Rolle bzw. Möglichkeiten internationaler Organisationen in Abrüstungsfragen wurde angerissen und deren Mehrwert als zweifelhaft bewertet.

Facettenreiche Auswirkungen des Klimawandels

Danach schloss sich der Abschlussvortrag zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Konflikte an. Raquel Munayer vom think tank adelphi gab uns einen Einblick in dieses Thema, das sich als sehr facettenreich darstellte. Wichtig sei zuvorderst die Erkenntnis, dass es keinen einfachen kausalen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Krisen in der Welt gibt. Es sei komplex. Gewisse Grundzüge wie der steigende Wettbewerb um noch knapper werdende Ressourcen ließen sich feststellen. Jedoch müsse nicht immer der Ausgangspunkt einer Krise mit Folgen des Klimawandels vor Ort verbunden sein. Vielmehr seien auch hier globale Kettenreaktionen feststellbar. Doch nicht nur der Klimawandel selbst, sondern auch schlecht konzipierte Klima- und Sicherheitspolitik bergen laut Munayer unbeabsichtigt ihre eigene Risiken.

In der anschließenden Diskussion ging es um zahlreiche Themen. Unter anderem wurde über Zusammenhänge von Klimawandel und Islamismus, der Diskrepanz zwischen dem Alter manchen Konflikts und der Problematik des Klimawandels diskutiert. Auch die Entwicklungszusammenarbeit und die Möglichkeit zur Stärkung der Resilienz in betroffenen Ländern spielte eine Rolle. Raquel Munayer ordnete in der Debatte die Problemfelder ein. Der Horizont war am Ende auf jeden Fall geweitet.

Abgesehen von den zahlreichen wissenschaftlichen Informationen, bleibt natürlich am Ende die Frage, was von diesem besonderen Pfingstseminar am Ende bleibt. Erwartbar war die Erkenntnis, dass ein digitales Format nie den persönlichen Austausch ersetzen können wird. Unsere Pfingstseminare leben gerade davon. Hoffen wir, dass dieses rein digitale Format eine Ausnahme bleibt.

Sowohl der Einführungs- als auch der Abschlussvortrag wurden aufgezeichnet und werden demnächst noch online zur Verfügung gestellt.

Dr. Helmut Steinsdorfer war über Jahrzehnte Mitglied im Verband liberaler Akademiker. Doch im Jahr 2012 verstarb er, vermachte aber „seinem“ VLA für eine Freiheitsbibliothek 10.000 Euro.

Lange hat das Präsidium gerungen, hier eine weitgedachte Lösung im Sinne des Erblassers, unseres treuen Freundes, zu finden. Die COVID-19-Pandemie hat der Debatte neuen Schwung verliehen. Eine kleine Arbeitsgruppe aus Präsidium- und Verbandsmitgliedern hat Lösungen entwickelt.

In der Folge hat das Präsidium des VLA beschlossen, dass das Vermächtnis von Consenior Steinsdorfer wie folgt verwendet wird:

  1. Einrichtung eines Zusatztitels im Haushalt in Höhe von 5.000 Euro als Reserve für Sonderausgaben rund um die Liberalen Perspektiven,
  2. Druckkostenzuschuss in Höhe von maximal 1.500 Euro für eine oder mehrere Doktorarbeiten rundum das Thema „Freiheit“ und/oder „Liberalismus“, wobei bei der Drucklegung ökologische Aspekte Berücksichtigung finden müssen,
  3. Unterstützung einer Promotionsarbeit in Höhe von maximal 1.500 Euro unter dem Blickwinkel Digitalisierung des Archiv des Liberalismus/einer Freiheitsbibliothek,
  4. Erwerb von Software zu einer zeitgemäßen Verbreitung und Aufmachung der Liberalen Perspektiven in Höhe von maximal 1.500 Euro.

Die Verwendung dieser Positionen oder auch Änderungen daran werden wir ebenso öffentlich machen wie diesen Beschluss.

Wolfgang Schollwer, der Senior-Senior des VLA und 9. Präses (1967 bis 1969) ist nicht mehr unter uns. Er verstarb im Alter von 98 Jahren in der vergangenen Woche in Bonn.

Der Potsdamer Funktionär der Liberaldemokratischen Partei (LDP) in der DDR, der nicht studieren durfte, wurde wegen seiner aufrechten Haltung verfolgt und musste nach Berlin fliehen. In Bonn wurde er Redakteur des FDP-Pressedienstes, entwickelte in den 60er Jahren die Grundzüge der FDP zur Entspannungs-, Ost- und Deutschlandpolitik, die letztlich 1990 zu der deutschen Einheit geführt haben. Zuletzt war er im Planungsstab des Auswärtigen Amtes tätig.

Als wir vom Präsidium Wolfgang Schollwer im vergangenen Jahr in seiner Senioren-Residenz aufsuchten, war er zu diesem Zeitpunkt unvorhergesehener Weise ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dieses Ereignis steht jedoch in keinem Zusammenhang mit seinem plötzlichen Tod, an dem eine COVID-19-Infektion ursächlich war. Er wird uns sehr fehlen.

 

Wir wollen das Frühjahr sowie Synergieeffekte nutzen: Am Donnerstagabend, den 25. April 2019, dem Vorabend zum FDP-Bundesparteitag in Berlin, kommen wir zu einem Regionaltreffen in der Bundeshauptstadt zusammen. Um 19.30 Uhr treffen wir uns im Lokal Walhalla (Krefelder Str. 6, 10555 Berlin, Nähe U-Bahn-Haltestelle Turmstraße).

Da wir uns zu Pfingsten mit Europa beschäftigen werden, ist das Thema des Regionaltreffens sicherlich eines, das Diskussionsthema des kommenden Pfingstseminars sein wird: Der Brexit.

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Diskussionsfreudig – so präsentierten sich die VLA-Mitglieder beim Regionaltreffen in Frankfurt am Main. „Der Wert der Freiheit“ zog rund 15 Conseniorinnen und Consenioren aus der näheren und weiteren Umgebung am 29. September ins Gästehaus der Goethe-Universität. Zudem war eine etwa gleichstarke Anzahl an Personen der Einladung der Karl-Hermann-Flach-Stiftung gefolgt.

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Die Gruppe „Why Europe“, Studenten der Universität Freiburg, wurde am Pfingstsonntag mit dem Arno-Esch-Preis des Verbandes Liberaler Akademiker (VLA) in Schloss Schney ausgezeichnet. VLA-Präses Alexander Bagus überreichte die Urkunden. Professor Dr. Günter Heydemann, Emeritus der Universität Leipzig, hielt die Laudatio. Weiterlesen

Wir freuen uns, dass am Freitag, den 24. November 2017, um 18.00 Uhr im Bierhaus Machold, Heerstraße 52, 53111 Bonn, unser nächstes Regionaltreffen stattfindet und wir Sie dazu einladen dürfen.

Mit uns wird Ali Utlu, FDP-Mitglied, Aktivist und Mitglied des Zentralrats der Ex-Muslime diskutieren. Im Fokus der Diskussion wird der Zustand der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdogan sein.

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Anlässlich des 60. Geburtstages unseres Verbandes in diesem Jahr fand am 6. Februar 2015 ein Regionaltreffen in Bonn statt.
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